ein Zeichen, viele Nutzungen
piazza Ginevri, Pergola

Das Projekt für den neuen Platz gründet auf einer klaren Idee: dem öffentlichen Raum seine Zentralität als Ort der Begegnung, des Verweilens und der Möglichkeiten zurückzugeben.

Innerhalb dieser Vision wird die Bühne nicht als dauerhafte architektonische Struktur verstanden, sondern als minimales räumliches Zeichen, das eine Nutzung andeuten kann, ohne sie festzulegen.

Es handelt sich um eine leichte, erkennbare, aber nicht aufdringliche Vorrichtung, die den Raum nicht besetzt, sondern aktiviert. Eine einfache Geometrie — eine Schwelle, eine Kante, ein Niveau- oder Materialwechsel — die einen möglichen Brennpunkt für Veranstaltungen, Begegnungen, Performances markiert, dabei aber auch ohne Veranstaltung nutzbar und lesbar bleibt.

Der Bühnenraum wird so zu einem festen Bestandteil des städtischen Alltags, kein isoliertes Objekt, sondern ein Element im Dialog mit dem Kontext, mit der Leere des Platzes, mit dem Leben, das ihn durchquert.

In diesem Sinne schlägt das Projekt keine fertige Form vor, sondern eine offene Plattform: einen Platz, der keine eindeutige Botschaft zeigt, sondern vielfältige Nutzungen, Deutungen und Wege aufnimmt.